Ein formales Framework zur Analyse des Voynich-Manuskripts
Das Voynich-Manuskript ist bis heute nicht entziffert. Dieses Projekt prüft eine konkrete Lesehypothese: Mischna-Hebräisch mit jüdisch-aramäischen Lehnpartikeln, geschrieben in einem konsonantischen Alphabet mit Niqqud-Vokalmarkierungen — strukturiert als medizinischer Traktat im hippokratischen Schema Diagnose → Symptom → Therapie → Prognose.
Keine Entzifferungs-Behauptung, sondern ein überprüfbares Regelwerk: Jede Lesart muss dieselben Grammatikregeln bestehen. Jede Vorhersage ist dokumentiert und jeder offene Widerspruch einsehbar.
Übersetzungstool
EVA-Text in das Eingabefeld eingeben (Wörter durch Leerzeichen oder · getrennt; neue Zeile = neue Phrase, = markiert ein Absatzende). Das Tool durchsucht das bestätigte Lexikon, erkennt Präfixe und zeigt Hebräisch, Wort-für-Wort-Analyse und deutsche Bedeutung an. Unbekannte Wörter werden als solche markiert.
Das Tool arbeitet auf dem bestätigten Lexikon (396 Einträge, ★★★ oder höher). Komplexe Komposita und unbekannte Wörter werden als „unbekannt“ markiert. Die Ausgabe ist eine Hypothese — keine abgeschlossene Übersetzung.
Was dieses Framework methodisch unterscheidet
Regelbasiert & eingefroren
Das Grundgerüst kann nicht nachträglich passend gemacht werden.
Jede Übersetzungshypothese muss das gesamte Regelwerk bestehen. Neue Funde dürfen bestehende Regeln nicht ausweiten — was einmal validiert ist, ist eingefroren.
→ Regeln ansehenStatistisch kontrolliert
Das Framework versucht aktiv, sich selbst zu widerlegen.
Pseudowörter, Rückwärtstests und Exklusivitätsmessungen prüfen laufend, ob das Regelwerk beliebig ist. Alle Testwerte und offenen Probleme sind öffentlich.
→ Zur ValidierungText-Bild-Konvergenz
Die Illustrationen sind Teil des Befunds, kein Ornament.
Pflanzenteil-Annotationen und textfreie Bildzonen folgen manuskriptweit denselben Konventionen — das Bild kodiert pharmakologische Information, die der Text benennt.
→ Folios durchsuchenVerankerte Referenz-Sequenzen
Die am besten verifizierten Sequenzen des Korpus — als Orientierungshilfe beim Übersetzen.
1 · f57r P.9 — Die stärkste Ankersequenz
2 · f103r P.23 — Fünf-Wort-Prognose
3 · f103r P.17 — Binäre Prognose-Formel
4 · f6v/f7v — Direktionales Antonymenpaar
5 · f103r P.42 — Sterbens-Terminologie
6 · f11r P.6 / f11v P.6 — Pupillenheilung & positiver Kolophon
7 · f14r P.8 / f14v P.8 — y+k-Paradigma & Blut-Triade
8 · f15r / f15v — Bifolio bB2 Abschluss
9 · f16r / f16v — Bifolio bB1 · Quire-B-Abschluss
10 · f18r / f18v — Bifolio bC2 · Quire C
11 · f72r1 — Stier-dunkel · R19/R35 Intensivierung & R52a Minimalpaar
Aktueller Stand
82 von 228 Folios analysiert (36 %) · CUT-Test-Regelabdeckung 10/59 · 15 Randartefakt-Kandidaten in Prüfung · 10 offene Probleme transparent dokumentiert.
Das Framework richtet sich an Hebraisten, Aramaisten und Kodikologen, die die vorgeschlagenen Lesarten unabhängig prüfen möchten — alle Daten sind per API und Markdown-Export zugänglich.