Validation

Slot grammar

Slot-Grammatik-Positionsbindung (OP2-Audit)

OP2 fragt, ob bestimmte EVA-Glyphen statistisch an feste Wortpositionen gebunden sind (Tiltman/Stolfi-Slot-Grammatik) und ob das durch die dokumentierte Präfix-/Suffix-Morphologie (R41) hinreichend erklärt wird. Auf Glyphebene sind 49 % der Positionsentropie aus der Glyph-Identität vorhersagbar; auf Wortebene liegt die Bindung 2,4- bis 2,5-fach über zwei unabhängigen hebräischen Referenzen: Mischna-Hebräisch (die Sprache, die das hebräische Lesemodell annimmt) und Biblisches Hebräisch (WLC). Nach lexikalisch konditioniertem Strip der bestätigten Affixe bleibt auf Wortebene nur rund 13 % der Bindung erklärt. Auf Wurzelebene ist der Befund nicht entschieden: die beiden Maße widersprechen sich. Details siehe Offene Probleme.

0,713 bit I(Glyph;Position), Glyphebene
2,4–2,5× Faktor Voynich/Referenz, Wortebene
41,7 % Restriktivität Volltoken (Mischna 68,6 %)
offen Wurzelebene: MI und Restriktivität widersprüchlich

Glyphebene: Positionsbindung

  • Wortanfang
  • Wortmitte
  • Wortende
q INI 99 % 2,074
aiin FIN 99 % 2,044
n 99 % 2,006
m 96 % 1,804
y 87 % 1,451
r 77 % 0,949
sh 70 %30 % 0,852
e MED 99 % 0,806
ii MED 99 % 0,797
ee 99 % 0,786
GlyphGruppeNINI %MED %FIN %KL (bit)
qINIcons502599,40,60,02,074
aiinFINcompound18590,10,899,12,044
ncons19220,01,598,52,006
mcons8480,24,295,51,804
ycons1418410,42,687,01,451
rcons53384,818,576,70,949
shdigraph363169,630,20,20,852
eMEDvowel88930,599,10,30,806
iiMEDvowel3760,898,90,30,797
eevowel40561,198,70,20,786

I(Glyph;Position) = 0,713 bit bei H(Pos) = 1,450 bit (H-Layer, 27.493 Token mit ≥ 3 Glyphen, Mapping v9.9.7, longest-match-first, 99,9 % der Token segmentierbar). Vier Glyphen sind auf einen einzigen Slot festgelegt: q (INI), aiin (FIN), e (MED), ii (MED), hier fett markiert. Ausgewählt sind die zehn Glyphen mit der stärksten KL-Divergenz vom Positions-Marginal des Korpus; vollständige Tabelle im Toolkit (op2_step1.json).

Methode: Glyph = Einheit der projekteigenen Mapping-Tabelle (longest-match-first). Positionsklassen INI/MED/FIN nur für Token mit ≥ 3 Glyphen. Wurzelgewinnung durch lexikalisch konditionierten Strip, symmetrisch auf Voynich, WLC und Mischna angewendet (Mischna trägt keine morphologische Annotation, daher auf beiden Seiten derselbe Algorithmus statt Lexikon vs. Algorithmus wie beim ursprünglichen WLC-Vergleich). Am WLC ist der Algorithmus gegen die echte morphologische Annotation validiert: Wurzel-MI 0,294 bit konditioniert gegen 0,346 bit annotiert, ein brauchbarer, leicht konservativer Stellvertreter.

Reproduktion & Quellen

Toolkit herunterladen (.zip)

Enthält alle Analyseskripte (op2_slots.py, op2_strip.py, op2_hebrew.py/op2_hebrew2.py, op2_fix.py, op2_mishnah.py, op2_model.py, op2_ch.py), Fetch-Skripte für beide Referenzkorpora, projekteigenen Korpuszugriff (stolfi.py, cut.py), README und Lizenzhinweise. Kein Python-Paket außer der Standardbibliothek nötig; die Referenzkorpora selbst sind nicht enthalten (Download per Skript, siehe README).

Referenzkorpora (2)

Voynich Manuscript Decipherment System · Version 9.13.0 · October 2026

Backtest: Type I: 10/10 (100%) · Type II: 34/37 (92%) · Lexicon: 419 entries · 60 grammar rules

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