Bei Petersens Cannabis-Zuordnung käme das mittelalterliche Anwendungsspektrum von Hanf (schmerzlindernd, beruhigend, äußerlich bei Entzündungen) in Betracht; wegen der morphologischen Diskrepanz jedoch nicht gesichert und ohne textinterne Bestätigung auf diesem Folio.
Mehrfach-{plant}: Zwei EbenenTyp 2 (Vertikal): Die {plant}-Marker liegen auf verschiedenen Bildhöhen: ab P.3 medial, dann in P.5–P.14 durchgehend zeileninitial entlang der rechten Bildseite vertikal gestaffelt (≥1 Bildzone Abstand zwischen den Markern); der herablaufende Textstrang gliedert die Illustration von oben (Kopfzeilen P.1–P.2) über den Blatt-/Stielbereich bis zur textfreien Wurzelzone.Full rule →
Illustration typeEinzelpflanze, zentriert; zwei Kopfzeilen oberhalb der Illustration, der übrige Text läuft entlang der rechten Bildseite vertikal nach unten, Wurzelzone unten textfrei.
LayoutP.1–P.2 bilden zwei kopfzeilige Textzeilen oberhalb der Illustration (terminales `-`, ohne {plant}); P.3–P.4 tragen den {plant}-Marker medial (P.4 mit Kolophon-`=`); P.5–P.14 sind zeileninitial mit {plant} und laufen entlang der rechten Bildseite vertikal nach unten; P.14 schließt mit Kolophon (chtain=).
Plant morphology
RADIX
Kompakter, gerundeter Knollen-/Faserwurzelballen im unteren Bildbereich mit mehreren kurzen, nach unten weisenden fingerartigen Wurzelfortsätzen, tan-braun getönt.
CAULIS
Einzelner, geschwungener grüner Zentralstiel zwischen Wurzelballen und Blattansatz.
FOLIA
Breite, gerundet-gelappte grüne Blätter mit deutlicher Aderung, fächerförmig vom oberen Stielabschnitt ausgehend.
FLOS/FRUCTUS
Kleiner terminaler Cluster gerundeter Einzelstrukturen an der Stielspitze im oberen Bilddrittel.
Coloration
Grün (Blätter/Stiel), Tan-Braun (Wurzelballen); konform mit Reeds-Angabe (green, tan).
REEDSCOLORS
green,tan
SignalsZwei kopfzeilige Textzeilen (P.1–P.2) oberhalb der Illustration ohne {plant}-Marker; {plant} ab P.3 medial, in P.5–P.14 durchgehend zeileninitial entlang der rechten Bildseite (vertikal gestaffelt); Kolophon-`=` in P.4 und terminal in P.14 (chtain=). Ausschließlich auf f36v belegte Formen (pcharasy, qoforom, dchytchy, ckhoiin, cphchar, ykcholqod, ykchotchy, ytoryd) bleiben ohne Lexikoneintrag; ytydy (auch f43r, f69v) und dys (auch f84v) sind mehrfach belegt, aber morphologisch uneindeutig segmentierbar; kein Eintrag. Die abgebildete Breitblatt-/Knollenmorphologie steht im Spannungsverhältnis zu Petersens Cannabis-Zuordnung.