Bei Petersens Zwergholunder-Zuordnung käme das mittelalterliche Anwendungsspektrum von Sambucus ebulus (abführend, harntreibend, äußerlich bei Gelenkbeschwerden) in Betracht, bei der Marginalie "bladrian/valerian" das Baldrian-Spektrum (beruhigend, schlaffördernd); wegen der morphologischen Unsicherheit jedoch nicht gesichert und ohne textinterne Bestätigung auf diesem Folio.
Mehrfach-{plant}: Zwei EbenenTyp 2 (Vertikal): Die {plant}-Marker liegen auf verschiedenen Bildhöhen: in P.4/P.5/P.6/P.8/P.9/P.10/P.11 medial bzw. terminal entlang der rechten Illustrationsseite, jeweils ≥1 Bildzone abwärts gestaffelt; der rechtsseitige Textstrang gliedert die Illustration vom oberen Blattfächer (Kopfzeilen P.1–P.3) über den Stielbereich bis zur textfreien Wurzelzone unten.Full rule →
Illustration typeEinzelpflanze; drei Kopfzeilen oberhalb der Illustration, der untere Text läuft rechts neben der Pflanze und wird durch mediale/terminale {plant}-Marker auf absteigenden Höhen unterbrochen, Wurzelzone unten textfrei.
LayoutP.1–P.3 bilden drei kopfzeilige Textzeilen oberhalb der Illustration (P.3 mit Kolophon-`=`, ohne {plant}); P.4–P.11 laufen rechts neben der Pflanze, der {plant}-Marker tritt in P.4/P.5/P.6/P.8/P.9/P.10/P.11 auf absteigenden Bildhöhen auf; P.7 schließt mit Kolophon-`=`, P.11 terminal mit `daiin={plant}`.
Plant morphology
RADIX
Kräftiger, knollig-verzweigter Wurzelballen im unteren Bildbereich mit mehreren kurzen, abwärtsweisenden fingerartigen Fortsätzen, tan-braun getönt.
CAULIS
Einzelner, geschwungener grüner Zentralstiel zwischen Wurzelballen und Blattansatz.
FOLIA
Fächer breiter, spitz zulaufender grüner Blätter mit deutlicher Mittelader, vom oberen Stielabschnitt ausgehend nach oben und seitlich gespreizt.
FLOS/FRUCTUS
Keine eindeutig abgesetzte Blüten-/Fruchtstruktur; die oberen Blattspitzen bilden den oberen Bildabschluss.
SignalsDrei Kopfzeilen ohne {plant} (P.1–P.3), P.3 mit Kolophon-`=`; unterer Block P.4–P.11 mit {plant}-Marker in P.4, P.5, P.6, P.8, P.9, P.10, P.11 auf absteigenden Bildhöhen entlang der rechten Illustrationsseite (vertikal gestaffelt); weitere Kolophon-`=` in P.7 und terminal in P.11 (`daiin={plant}`). Ausschließlich auf f37r belegte Formen (tocphol, qoshy, okchochor, chorody, qotomody) bleiben ohne Lexikoneintrag; ofchor (auch f70r1), ykchody (auch f52v, f53r, f56r, f73v, f102v1) und otoly (breit gestreut) sind mehrfach belegt, aber morphologisch nicht eindeutig segmentierbar; kein Eintrag. diiiin ist H-exklusive Minderheitslesart (Konsens daiin) und Hapax.