*Rumex sanguineus*: Blutstillend, kühlend; im mittelalterlichen Arzneibuch für Blutungen, Augenentzündungen und Fieberbehandlung. Passt zur dominanten Blut/Wärme-Semantik (dam, cham, chom, sheoldam).
Illustration typeEine zentrierte Pflanze, rechts am Rand anliegend, ganzseitig.
LayoutDas Folio gliedert sich in vier Paragraphen-Blöcke (nach Stolfi mit 9,5 / 3,5 / 2,7 / 2,8 Zeilen), die zusammen 20 EVA-Paragraphen (P.1–P.20) ergeben. Block 1 (P.1–P.10) ist linksflüchtig und folgt der Pflanzenkontur auf der rechten Seite. Die Blöcke 2–4 (P.11–P.20) sind sowohl links- als auch rechtsflüchtig und werden vom Hauptstängel unterbrochen. Der {plant}-Marker erscheint insgesamt 15-mal innerhalb von P.2–P.20.
Plant morphology
RADIX
Tentakelförmige, rötlich gefärbte Faserwurzeln, breit ausgreifend, mit dunkler Übertönung; textfrei.
CAULIS
Dicker, gebogener Stängel, leicht S-förmig, hell mit dunklem Schattenstreifen an der linken Seite, grünlich gefärbt.
FOLIA
Am oberen Stängelende sitzt eine große, gefiederte Blattstruktur aus zahlreichen sich überlappenden, S-förmig geschwungenen Segmenten in alternierenden Grün-, Rot- und Weißtönen mit gepunkteten Randlinien; vermutlich eine stilisierte Darstellung der für Rumex sanguineus charakteristischen roten Blattaderung. Am Ansatz der Struktur sitzt zusätzlich ein einzelnes, ungeteiltes grünes Blatt. Stolfi merkt an, dass es sich bei den Segmenten möglicherweise um Blattstielscheiden handelt (»perhaps they are actually the sheaths of leafstalks«).
FLOS/FRUCTUS
Keine Blüten/Früchte vorhanden.
Coloration
Grün und Rot: die Blätter sind zweifarbig (grüne Fläche mit rotem Streifen bzw. Übertönung); die Wurzeln sind rötlich-dunkel gefärbt.